Perry Rhodan – Ich bin raus

Ja, ich habe mich auf Perry Rhodan Band 3000 gefreut. Eine längere Lesepause aufgrund der arg ineinandergreifenden Zyklen zuvor, verhinderten immer wieder einen Einstieg in die Handlung. Zumal meine freie Zeit, die ich lesend verbringen konnte, in den vergangene Jahren leider sehr begrenzt gewesen ist. Und dennoch: Man möchte mehr erfahren. Was ist passiert, wie hängt alles zusammen, seit wann bauen diese Zyklen aufeinander auf…

Die Perrypedia ist super. Allerdings sollte sie nicht Dreh- und Angelpunkt meiner persönlichen Leseerfahrung werden oder sein. Ich möchte schließlich jetzt lesen, verstehen, mich in die Handlung einfinden können und einfach nur die Geschichten genießen!

Dann war es soweit: Band 3000 kündigte sich an. Ein Zeitsprung! YES!

Neue Hoffnung machte sich breit. Der Wiedereinstieg in das Perryversum könnte gelingen. Zeitsprünge sind immer sehr gut geeignet, um eine zu komplexe Handlung neu zu ordnen. Jüngstes Beispiel für eine gesunde Sortierung sehe ich im Ende der zweiten Stafel von Star Trek Discovery 🖖🏼 Würde es bei Perry Rhodan klappen?

Noten ganz spontan

  • Idee Zeitsprung: 1
  • Plot 3000: 4
  • Umsetzung Idee Zeitsprung: 6 – setzen
  • Fortführung, Neuausrichtung: 5 – langweilig und ziellos

Warum denn nur?

Ich schreibe diese Zeilen mit einigem Abstand. Gelesen habe ich die Bände 3000 bis 3003, gehört bis 3015. Mittlerweile ist zum Zeitpunkt dieses Textes Band 3036 erschienen. Was mich störte? Einfach gesagt: (Fast) alles!

Zeitsprung

Die Handlung ausmisten wäre genial gewesen. War genial. Den alten Ballast komplett über Bord werfen, um 500 Jahre später in der Zukunft neu durch zu starten. Wäre optimal gewesen… wäre. Hätte die Grundidee nicht einen in meinen Augen katastrophalen Fehler:

Eine Auslöschung der geschichtlichen Fakten und Daten, galaxisweit, wonach die Terraner nach 500 Jahren eher als Legende, denn existente Zivilisation dastehen. Das Wissen ausgelöscht durch einen Datengau, einen positronischer Tsunami! — What? Liebe Autoren, Expokraten, DAS ist so ziemlich das Dümmste, das ihr in den letzten 20 Jahren verzapft habt. Band 3000 wäre prädestiniert gewesen mit einem winzigen Schritt in die richtige Richtung einen gewaltigen Sprung für die Serie zu wagen. Die Rückkehr zur Sense of Wonder!

Das Abenteuer, die Faszination, geheimnisvolle Welten… Warum nicht einfach kurze Zyklen anlegen? Sicher, diese könnten einen größeren Bogen überspannen. In den heutigen Zeiten haben sich Lesegewohnheiten massiv verändert. Wie alles andere auch. Ich wäre begeistert gewesen, eine konzeptionelle Änderung erleben zu dürfen, die vielleicht 100 Bände in 4 Zyklen aufteilt. In sich thematisch abgeschlossen und dennoch in ein großes Finale mündend. Ich wäre begeistert gewesen einen spannenden Auftakt zu erleben. Was bekam ich serviert? Eine erkaltete Suppe mit vielen Zutaten, allerdings ohne das passende Gewürz.

Absprung

Es ist vorbei, liebe Autoren. Ich habe weder Zeit noch Lust mich durch Romane zu quälen, die mich einfach nicht mehr abholen. Es hat einen faden Beigeschmack. Gute Zeiten, schlechte Zeiten im All. Haben 4er-Blöcke sehr viele Leser gestört, ein sich ziehender Zyklusauftakt zerstört. Neue Leser oder wie ich es einer bin, Altleser nach langer Pause, bleiben mit diesem Konzept nicht an PR gebunden.

Schade, wirklich schade, denn ich wäre gerne wieder am Ball geblieben. Somit bin ich abermals abgewandert und wer weiß, vielleicht mit dem nächsten Cut, wage ich erneut den Schritt in das größte Serienuniversum. Wäre mit 3050 super, mit 3100 machbar und meiner Befürchtung zufolge frühestens 3400 realistisch. Denn ein Nachteil ist wie in Beton gegossen worden: Perry Rhodan findet keinen runden Abschluss einer Handlung. Immer wieder scheint jemand zu sagen: Ach, Moment mal, da habe ich doch in Band soundso eine Idee gehabt… Damit stricken wir den ursprünglichen Plan um, verlängern um ein, zwei weitere Zyklen die Handlung und lassen alles nach 400 Bänden in ein oder zwei finalen Stories abfrühstücken

Nein Danke! Das sind 8 Jahre verschwendete Lebenslesezeit!

Yucreioss – Reloaded

Es ist Mitte der 90ger Jahre gewesen, als ich diesen Namen spontan erfunden habe. Damals schrieb ich an einer Geschichte, Basis für ein ganzes Universum, die allerdings bis heute nicht das Licht der Welt erblickt hat. Leider! Oder glücklicherweise. Man weiß es nicht 😂

Wie dem auch sei, ich benötigte dringend einen coolen Namen für einen Alien, der keine Augen, sondern ein multifunktionales Sinnesorgan besaß. Das erinnerte eher an Facettenaugen, als dem Vertrauten. Vier Beine, der Schädel sehr langgezogen und überhaupt sehr untypisch für den regulären SF-Mainstream. So sind es meist humanoide Völker, die sich in Film und Print wiederfinden, nicht so in diesem Fall. Zugegeben, ich haben mich, was das Sinnesorgang betrifft, von dem Alien inspirieren lassen…

So sitzt du als Schüler im Unterricht, passt natürlich auf und denkst: Y als Anfangsbuchstabe hat was. Bumm, Augenblicke später ist der Name da, Yucreioss ist geboren. Bis heute ist dies der gängigste Name, den ich als Pseudonym benutze. Bis heute gibt es diesen Namen nur ein einziges Mal weltweit. Schöpfer eines Wortes, das bereits nicht wenige als Namen kennen – checked ✅

In der tiefen Vergangenheit, das Internet stand noch am Anfang, schrieb ich an einem Blog, in dem es um Bücher und Autoren ging, die ich, passend zu ihren Veröffentlichungen, interviewte. Später fand ich aufgrund meines beruflichen Werdegangs keine Zeit mehr und über die Jahre verstaubte das Projekt, bis ich es vom Netz nahm und es in Vergessenheit geriet.

Heute, 20 Jahre später, fange ich wieder bei Null an. Yucreioss strikes back, quasi!

Das Konzept

  • schreibe wie du sprichst
    • Du wirst feststellen, dass die Texte einfach flüssig runtergetippt werden. Der Blog wird nicht bearbeitet. Okay, Rechtschreibung und Grammatik mag berücksichtigt werden, nicht jedoch der Fluss. Eine Version, einmal getippt, fertig!
  • Thematisch konzentriert
    • Will sagen, dieser Blog wird sich kategorisch mit Sciencefiction, Fantasy und dem Übernatürlichen befassen, bei Film, Serie, Print und Spiel
  • aber: nicht festgelegt
    • Nein, ich verfolge kein spezielles Thema dabei. Ich werde aktuelles und vergangenes aufgreifen. Verzeiht mir, wenn ich beispielsweise meine Star Wars Kritik schreibe, allerdings nichts über den Kanon erzählen werde. Den kenne ich nämlich nicht, habe noch nie ein Buch von Star Wars gelesen und behandel die Filme als eigenständiges Werk.
  • let’s talk about
    • Ich möchte den Blog ver-Podcasten. Damit hast du die einzigartige Möglichkeit zu hören statt zu lesen. Sicher nicht für alle Themen, jedoch für einige, die es sich lohnt zu vertonen. Oder halt umgekehrt, den Podcast nachträglich transkribieren.

Sicher wird es einige Punkte mehr geben. Ich habe einige Ideen, werde eigene Werke auf dieser Seite in die Wege leiten, Projekte starten, bin offen für Kooperationen, Rezensionen und vieles mehr.

Yucreioss soll für dich mehr werden, als nur ein weiterer Blog! Yucreioss soll für dich eine Quelle werden. Für Ideen, Anreize, Empfehlungen, Diskussionen und vieles mehr.

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Vielen Dank, Yucreioss